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Glaube Liebe Hoffnung Pressestimmen
“Doch die Aufführung gefällt auch mit gelungenen tragikomischen Szenen enttäuschter Hoffnungen. Beispielsweise, wenn Philipp Alfons Heitmanns Schupo Alfons das Liebesspiel mit Elisabeth lediglich als Amtshandlung begreift, die es nicht erlaubt, Dienstwaffe, Schlagstock und Handschellen abzulegen. Besonders eindrucksvoll, mit feinen Abstufungen zwischen Wut und Resignation, spielt Kira Thomas die Elisabeth. Als angebliche Betrügerin rudert sie in ihrem ausgeleierten Pulli wie ein von den Eltern verstoßenes Kind mit fahrigen Armbewegungen vergeblich gegen die Wand des Zynismus einer in Gleichgültigkeit erstarrten Gesellschaft an. Eine bemerkenswerte schauspielerische Leistung.” (Stuttgarter Nachrichten, 20. Dezember 2010)
“Es gibt Theaterstücke, die, einmal aufgeführt, bald wieder vergessen sind. Und dann gibt es welche, die wachsen und wachsen. Ödön von Horváths “Glaube Liebe Hoffnung” gehört zu der zweiten Sorte. 1932, unmittelbar vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten geschrieben, scheint es mit jeder Lektüre, jeder Inszenierung an Kraft zu gewinnen. Es ist in seinem Aufbau absolut zwingend und in seinen Dialogen unübertrefflich. [...] Auch die auf 90 Minuten zusammengestrichene Inszenierung Wilfried Alts am Theater der Altstadt fesselt und ergreift. Die eigentliche Sensation dieser Aufführung aber ist Kira Thomas in der zentralen Rolle der Elisabeth. Sie spielt die getretene Kreatur nicht lahmärschig oder sentimental, sondern durchaus vital und mit der Fähigkeit zum Aufbegehren. Wie sie, nach dem richtigen sprachlichen Ausdruck suchend, mit den Armen ungeschickte Verlegenheitsgesten vollzieht - das ist beste Schauspielkunst. Die Figuren, die sie umgeben und mit “typischen” Ticks und Gesten charakterisiert werden, sind gelegentlich satirisch übersteigert. [...] Der Titel des Stücks kann nur ironisch verstanden werden. Wer von der Kunst Problemlösungen erwartet, wird an dieser Ausweglosigkeit verzweifeln. Wahrhaftigkeit jedenfalls kann man ihr nicht absprechen.” (Thomas Rothschild, Zeitung Kultur, Februar 2011)
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